In der vergangenen Woche hat die Generalversammlung der Fédération Equestre Internationale, kurz FEI, in Moskau getagt. Es kam zu einem bahnbrechenden Beschluss, über dessen Thema schon lange und ausführlich diskutiert wird.

Die FEI ist der internationale Dachverband des Pferdesports. Hier werden unter anderem Reglements für internationale Wettkämpfe ausgearbeitet und festgelegt. Seit letzter Woche ist es offiziell: Ab 2021 gibt es bei internationalen Wettbewerben eine Helmpflicht auf dem Turnier. Diese Helmpflicht gilt für Trainingszeiten und den Wettkampf selbst und ist bindend für alle Altersklassen und Disziplinen. Ausgenommen von der Helmpflicht sind das Voltigieren, die Fahrdressur und das Kegelfahren, so meldet es die Deutsche Reiterliche Vereinigung.

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Die Entwicklung auf nationaler Ebene bleibt abzuwarten. Die FEI ist auf internationaler Ebene mit diesem Entschluss als Art Vorreiter gestartet, die weiteren Diskussionen und möglichen Entscheidungen müssen nun in den einzelnen Ländern geführt und getroffen werden. Vorreiter sind auch die Profis in unserem Sport, die sich auf internationalen Turnieren und Championaten zeigen und als Vorbilder auftreten. Vorbilder, die mit gutem Beispiel voran gehen sollten. Dazu gehört auch die Vorbildsfunktion im Bereich der Sicherheit. Einige Championatsteilnehmer reiten schon seit längerer Zeit die ganz hohen Prüfungen mit Helm, Zylinder und Melone rücken immer weiter in den Hintergrund. Es gibt aber auch ein paar Reiter, die kennt man nur mit Zylinder. Und ich kann mir einige von ihnen noch nicht wirklich mit Helm in der Prüfung vorstellen.

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Ich kann und möchte diese Regelung nicht bewerten, aber ein paar meiner Gedanken teilen. Ich blicke zunächst einmal gespannt auf 2021 und die Vielfalt der Helme, die uns aus Sponsoringverträgen mit Helmherstellern auf internationaler Ebene präsentiert werden. Ich selbst bin schon ein paar nationale Prüfungen mit meinem Zylinder geritten und ja, das hatte rein ästhetische Zwecke. Sonst setze ich wirklich bei jeder einzelnen Schrittrunde einen Reithelm auf. Leichtsinnig?

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Warum wird ab 2021 zum Beispiel den Nationenpreis-Teams in der Dressur die Entscheidung für oder gegen einen Helm genommen und die Voltigierer werden von dieser Pflicht befreit? Hier geht es ja vor allem auch um unvorhersehbare Stürze, wie zum Beispiel durch Stolpern. Denn ich unterstelle jetzt mal, dass alle internationalen Reiter auch wirklich reiten können und sich im "Normalfall" auf dem Pferd halten können. Zum Stolpern und zu einem daraus resultierenden Drehsturz kann es aber in allen Disziplinen kommen.

 

Ich bin weder Gegner, noch Befürworter dieser Vorschrift. Ich bin vielmehr gespannt auf die weitere Entwicklung, auch auf nationaler Ebene. Und ich werde weiterhin jeden Tag einem meiner Helme tragen.

Mich würde auch Eure Meinung zu dem Thema interessieren. Schreibt sie uns doch gerne mal!

Bis bald

Eure Theresa

Der Autor des Beitrags:
Theresa Mudlaff
Autor: Theresa Mudlaff
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