Seit vielen Jahren reite ich ohne Handschuhe. Im Winter habe ich lieber Wollhandschuhe an als Reithandschuhe. Entsprechend habe ich recht viel Hornhaut an den Fingern und selten Blasen. Nur auf Turnieren, vor allem Dressuren, hab ich für das Gesamtbild Handschuhe angehabt. Aber nie gerne. Das hat sich jetzt geändert.

Nachdem ich jahrelang immer nur Roeckl-Handschuhe getragen habe, hatte ich nun die Chance, Handschuhe von uvex zu testen. Seit vielen Jahren reite ich mit uvex-Helm und war gespannt, ob mich die Handschuhe genauso begeistern würden. Die uvex twinflex gibt es in schwarz, weiß, blau und braun und kosten im Einzelhandel 49,95 €. uvex legt in der gesamten Handschuhserie einen Schwerpunkt auf Echtlederhandschuhe. So besteht auch der twinflex aus feinstem Lammnappa und hat elastische Stretch-Einsätze auf dem Handrücken. Eine Perforierung an den Fingern soll für eine gute Belüftung sorgen und touchscreengeeignet sollen sie auch sein. Soweit die Theorie.

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Schon beim ersten Tragen hatte ich ein tolles Gefühl. Durch die elastischen Einsätze auf dem Handrücken passen sie sich sehr gut an und sitzen wie eine zweite Haut. Dabei sind sie leicht und das Leder ist sehr weich und dünn, sodass man überhaupt nicht merkt, dass man Handschuhe trägt. Auch beim Reiten sind sie klasse. Beim ersten Mal bin ich nach langer Zeit mal wieder Dressur geritten und hatte alle Hände voll, aber die Handschuhe sind wirklich griffig. Was mir besonders gut gefallen hat: Die Handschuhe sind relativ warm. Eigentlich hasse ich normale Reithandschuhe an kalten Tagen, weil ich den Eindruck habe, dass sie eher die Kälte der Umgebung als die Körperwärme aufnehmen und man immer kalte Finger hat. Da bei Winterhandschuhen dann oft der Grip fehlt, bin ich zuletzt immer mit normalen Wollhandschuhen geritten; mit Gummizügeln ging das auch. Aber die twinflex haben mich in dem Punkt wirklich überrascht, meine Finger sind warm geblieben.

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Nach der Reitstunde hab ich die Handschuhe ausgezogen und hatte einige schwarze Fusseln an den Fingern. Erst dachte ich, die Handschuhe hätten abgefärbt, aber eigentlich waren es ganz kleine, feine Fusseln, die ich an den Händen hatte. Aber so ist das nunmal mit Echtlederhandschuhen. Mit jeder Nutzung wurde es weniger und nach dem dritten, vierten Tragen hatte sich das auch komplett erledigt. Wirklich gestört hat es mich auch nicht, einmal die Hände aneinander gerieben und alles war wieder gut. Es ist halt reines Leder. Ich habe die Handschuhe wirklich viel getestet, war stundenlang ausreiten, über Stock und Stein, bin Dressur geritten und gesprungen. Mittlerweile ist Handschuhe anziehen für mich genauso eine Routine geworden, wie den Helm aufsetzen. Beim letzten Ausritt habe ich die Handschuhe allerdings tatsächlich einmal vergessen. Auf halber Strecke hab ich mir die Frage gestellt, was sich so anders anfühlt. Irgendwie – unbequem. Ich kann mir gar nicht mehr vorstellen, dass ich bis vor Kurzem immer ohne Handschuhe geritten bin. Wird wahrscheinlich nicht mehr so oft vorkommen.

 

Foto 17.02.16 12 49 27Einen ganz kleinen Minuspunkt haben die twinflex dann doch: Sie müssen per Hand gewaschen werden. Das wundert einen natürlich nicht groß, sie sind halt aus reinem und sehr feinem Leder. Aber mit ein bisschen Waschmittel im Waschbecken sind die Handschuhe schnell gewaschen.  

Insgesamt bin ich absolut begeistert von den uvex twinflex. Sie sitzen wie eine zweite Haut und bieten sehr guten Halt. Für diese tolle Qualität ist der Preis von 49,95 € auch absolut fair. Man merkt beim Tragen den Unterschied zwischen Echtlederhandschuhen und Kunstleder. Meine Empfehlung: Unbedingt testen!

Bis bald,

eure Melina.

Der Autor des Beitrags:
Melina Schnaudt
Autor: Melina Schnaudt
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