Lange wurde diskutiert und viele Meinungen gegeneinander abgewogen. Seit dem 1.1.2019 ist es jetzt Gesetz: Schenkelbrand ist verboten.

Nach der Fohlenschau wird der Schenkel rasiert, das Fohlen festgehalten und das Brandzeichen gesetzt. So war es zumindest die letzten Jahre. Seit dem 1. Januar 2019 wird vorerst das Brandeisen kalt bleiben. Brandzeichen sind für viele Züchter alte Tradition, quasi eine Kultur. Die gewisse Unruhe, die durch dieses Verbot entsteht, kann ich persönlich durchaus verstehen.

IMG 4874

 Seit 2010 werden Fohlen zusätzlich mit einem Mikrochip gekennzeichnet. Ab diesem Jahr soll der Chip alleine ausreichen zur Wiedergabe und Erkennung aller Daten des Fohlens. 

Die eine Seite beschreibt das Aufbrennen des Brandzeichens als schmerzhafte Unmöglichkeit für das Fohlen. Die andere Seite möchte an dem Kulturgut festhalten und eine dritte Seite stellt das Chippen infrage. Ich selber habe live nur das Setzen eines Chips gesehen, bei dem mit einer verhältnismäßig großen Nadel der Reiskorn-große Chip in den Hals des Pferdes „eingestanzt“ wird. Ich habe auch schon Fotos und Berichte von Fohlen gesehen,  bei denen sich der Chip entzündet hat. Für diesen Eingriff das Fohlen zu fixieren ist nämlich manchmal gar nicht so leicht.

Einen kleinen Hoffnungsschimmer für die Leute, die gerne am Brandzeichen festhalten wollen, gibt es: der Brand darf weiterhin gesetzt werden, sofern das Fohlen ein Lokalanästhetikum auf die zu brennende Stelle verabreicht bekommt. Solch ein Mittel gibt es nur noch nicht auf dem Markt. 

IMG 4875

Wohltuend sind mit Sicherheit beide Varianten nicht. Ich bin diesbezüglich ein Freund der Tradition des Brandzeichens.

 Gibt es hier Züchter unter den Lesern? Wie steht ihr dazu?

Bis Bald

Eure Theresa 

Der Autor des Beitrags:
Theresa Mudlaff
Autor: Theresa Mudlaff
Bloggerin des pferdetrends Blog
Infos zu mir:
Ich bin für euch meistens an der Tastatur unterwegs. Ich schreibe euch hier meine Berichte, Erfahrungen und versuche euch mit Tipps und Kniffen das Leben zu verschönern.

Andere Artikel von mir: